Samstag, Januar 31, 2009

familiengeschichten

am 2. weihnachtsfeiertag vor 4 jahren klingelte morgens um 8 das telefon. trotz des unguten gefühls dachte ich zuerst, dass das sicher meine mutter wäre, die weiss, dass ich um diese zeit in der regel die felle füttere und ansprechbar bin, bevor ich nochmal im bett verschwinde. tatsächlich war sie es, aber sofort war klar, dass dies kein normaler anruf war. ich wusste, dass etwas passiert war, noch bevor sie mir mitteilte, dass meine oma einen schlaganfall erlitten habe, mit dem rettungshubschrauber ins krankenhaus geflogen worden war und nun im koma liege. ich konnte weder etwas sagen noch denken, ich war wie in eis getaucht.
meine oma war immer eine drahtige kleine person, mit einem herzlichen freundlichen wesen - mit ihren 81 jahren natürlich mit ein paar alterswehwehchen, die sie aber nie beklagte sondern wegsteckte. diesmal aber wusste ich sofort: diesmal ist alles anders, diesmal ist es ernst. während des nächsten jahres war meine oma abwechselnd im krankenhaus, der reha und im pflegeheim, dann starb sie.



dass meine oma nicht mehr da ist, habe ich bis heute nicht wirklich realisiert. ihr bild steht auf meinem schreibtisch, sie lacht mich an wenn ich die küche betrete. sie war einer der allerwichtigsten menschen in meinem leben, wir hatten eine ganz besondere beziehung zueinander und ich verbrachte als kind und auch später noch unglaublich viel zeit mit ihr.

mein opa hat ihren tod nicht verkraftet, nicht akzeptiert. er ist seitdem wütend auf das leben, die welt, alle menschen, tut dinge die ihm nicht gut tun und kommt kaum noch allein zurecht. meine mutter fährt seitdem mindestens 1x die woche zu ihm, um ihm den haushalt zu machen, sich um seine kleidung zu kümmern etc. er verbringt den grossteil seiner tage damit sich zu grämen und sich sorgen um die familie zu machen, und ich hatte in den letzten wochen und monaten so mit mir zu tun, dass ich das nicht gut ertragen konnte.

mein vater erzählte mir vorhin bei einem anruf aus dem baumarkt, in dem ich wegen der küchenfarbe stand, dass meine mutter meinen opa bei ihrem samstäglichen besuch heute morgen auf dem fussboden liegend fand. offensichtlich hatte er einen schlaganfall gelitten, war halbseitig gelähmt und konnte nicht mehr allein aufstehen. er war jedoch ansprechbar und konnte ihr sagen, dass er da seit 4 stunden lag. er ist jetzt im krankenhaus in irgend einem nest vor berlin und ich warte darauf, dass meine mutter von dort nach hause kommt und mich anruft. den weiteren ablauf kenne ich, und wieder fühle ich mich wie in eis getaucht...

Kommentare:

Mudder Seemann hat gesagt…

Ich schicke Dir einfach nur eine stille Umarmung.

Andrea hat gesagt…

Ein kleiner Gruß kommt von mir zu dir....und zum Opa...

Andrea

FrauLimette hat gesagt…

Ich denk ganz fest an euch.

Kati

wandersocke66 hat gesagt…

Eine ganz feste Umarmung und viele gute Gedanken für dich und auch für deinen Opa!

Jana

Juli hat gesagt…

Ein trauriger Eintrag zu einem so schönen Foto! (Deine Oma und Du, Ihr habt das gleiche Gesicht)

Ich wünsche Deinem Opa gute Genesung und schicke Euch beiden viel Kraft.

Liebe Grüße, Juli

kaleema hat gesagt…

Oh, Cecie, das ist fürchterlich! Ich schicke dir eine ganz herzliche Umarmung - Gedanken bei Dir!

Buecher-undWollkistchen hat gesagt…

Oh, Süße, ich nehm Dich auch einfach nur in den Arm und wünsch Dir und Deinem Opa alles Liebe und Gute.
Ruf an, wenn Du magst und brauchen kannst, ich bin heute zu Hause.
Liebe Grüße
Kristin

Frau Hofgeschnatter hat gesagt…

Oh das tut mir ganz doll leid, ich denke an Euch und wünsche Deinem Opa alles Gute.

Sicher bist Du jetzt im Krankenhaus und auch wenn er so mit der Welt haderte, die ihm das Liebste nahm so wird er sicher dankbar für Eure Anteilnahme und Eure Anwesenheit sein.

Nutzt die Zeit, die noch bleibt, man weiß ja nie wie das Schicksal verläuft ....

Das mit Deiner Oma kann ich aus ganzem Herzen nachvollziehen, ich hatte auch so eine liebe kleine Oma mit der ich sooooooooooviel Zeit verbracht habe. Noch heute fahre ich jeden Tag auf dem Nachhauseweg auf der Autobahn an "ihrer" Abfahrt vorbei und ich kann aus dem Augenwinkel "ihre" Strasse sehen.

Und noch heute nach 15 Jahren steigen mir dann SOFORT die Tränen in die Augen. Ihren Verlust habe ich und werde ich NIE verkraften. Noch immer sehe das liebe gütige Gesicht vor mir und spüre so eine Sehnsucht das es wehtut ...

traurige mitfühlende Grüße
Monika

Liisa hat gesagt…

Ich denke auch fest an Dich, Deine Familie und besonders Deinen Opa! Alles Gute!

Doro hat gesagt…

...auch wenn die Umarmungen und guten Wünsche Dich "im Eiswasser" nicht erreichen, im Moment-so hoffe ich doch,dass Du daraus wieder auftauchen wirst und Dich am Schönen (Bild von Oma und Dir,guten Erinnerungen an die Grosseltern....)freuen kannst!Doro

Ruthy hat gesagt…

mal ganz dick umärmel ((((cecie und opa))))

Silke hat gesagt…

Glück im Unglück, dass er "nur" vier Stunden lag, bevor Deine Mutter kam. Was das angeht hätte es wohl wesentlich schlimmer kommen können, wenn sie einmal pro Woche zu ihm fährt...!

Wir schicken Dir einen kraftvollen Gedanken.

kiki hat gesagt…

alles gute und sei ganz lieb umarmt!

FrauLimette hat gesagt…

Bin in Gedanken bei dir. Ganz oft.
Kati

Astrid hat gesagt…

Oh nein! Ich denke ganz feste an dich.

Melody hat gesagt…

:(

Leanders Mami hat gesagt…

Oh, ich lese es jetzt erst. Alle guten Genesungswünsche für Deinen Opa auch von uns.