Mittwoch, Oktober 15, 2008

gedankenschmalz: geschützte beiträge

...findet man in den blogs neuerdings immer öfter. meines wissens geht das mit wordpress-blogs wunderbar, mit den freien - wie blogspot - aber nicht. die meisten nutzen die geschützten beiträge für sehr persönliches, bei denen sie gern den überblick haben möchten, wer diese liest und wer eben nicht lesen kann.

manchmal wünschte ich mir, ich hätte auch diese möglichkeit. ja, meine posts sind so schon oft sehr persönlich und manchmal auch sehr kryptisch, aber manchmal wünschte ich mir trotzdem, ich könnte noch offener schreiben. mir dinge von der seele zu schreiben, die düster und schwer darauf liegen, erleichtert mich, und doch habe ich mich in diesem blog einer art selbstzensur unterworfen, denn hier lesen auch bekannte, freunde und sogar (manchmal) familie mit. der grossteil meines tieferen psychischen lebens, meine familie normalerweise, mein liebesleben und mein job sind tabu. über anderes sehr persönliches, wie zB meine krankheiten, schreibe ich in der hoffnung, mich austauschen zu können, manchmal gute ratschläge zu erhalten (hat im fall der ND super geklappt - vielen dank nochmal dafür) und vielleicht auch selber ein ratgeber, erfahrungsteiler und anlaufstelle zu sein.

manchmal überlege ich, irgendwo noch ein weiteres blog zu schreiben, nicht als Cecie, sondern ganz anonym, ohne persönliche kontakte, mit neuer anonymer email-adresse und wer weiss, vielleicht mache ich das irgendwann mal. bisher bin ich mir allerdings noch nicht sicher, wie ich einen austausch mit bestimmten leuten/meinungen sicherstellen soll, ohne zu riskieren dass doch jemand teilhat der nicht teilhaben soll.

mal wieder sehr kryptisch? tja, so ist das halt bei mir. ich überlegs mir..

Kommentare:

Lorelei hat gesagt…

Ja, das mit der Zensur im Kopf ist ein Problem, besonders wenn man total öffentlich schreibt, oder weiß, daß die Familie mitliest (in dem Fall würde ich mein Blog sofort zumachen). Ich blogge anonym unter meinem zweiten Vornamen, erzähle meiner Verwandtschaft nichts davon und zensiere mich selbst trotzdem.
Passwortgeschützte Beiträge aber machen mich - aus vermutlich völlig irrationalen Gründen - latent aggressiv und ich habe deswegen schon aufgehört, bestimmte Blogs zu lesen. Entweder ich schreibe Privates bzw. veröffentliche Fotos von meinen Kindern oder ich tue es nicht. Wenn ein Blog jeden zweiten Beitrag mit einem Passwort schützt, kommt mir das einfach nur wichtigtuerisch vor. Das ist aber nur meine persönliche und völlig subjektive Meinung. Also bitte nicht persönlich nehmen, falls Du dich dafür entscheiden solltest. :-)

Buecher-undWollkistchen hat gesagt…

Zu 100% kann man das sicher nicht regeln, weil man nie weiß, wer das Passwort dann nicht doch weiter gibt. Ansonsten empfehle ich Dir entweder die Einrichtung eines Wordpress-Blogs auf Deiner Domain. Oder Du richtest Dir einen direkt bei Wordpress ein, das geht auch und auch da können Beiträge mit Passwort geschützt werden. Auch jeder Beitrag mit einem anderen Passwort, dass Du dann halt wirklich nur an ganz bestimmte Menschen schicken kannst.
Vielleicht hilft das ja.
Liebe Grüße
Kristin

Cecie hat gesagt…

liebe lorelei, ich empfinde das ähnlich. entweder ich blogge oder ich lasse es eben. und entweder ich setze das ganze blog komplett unter pw-schutz oder eben ich lass es. für mich hat das was mit spielchen und elitär-gehabe zu tun, da stimme ich dir zu.

manche der dinge, die ich runterschreiben muss (und zu denen ich dann auch von bestimmten personen gern ne reaktion haben mag), sind allerdings so privat und intim, dass es in nem blog eigentlich nix zu suchen hat... keine ahnung, was ich da mache, von "massenmails" halte ich nämlich auch nix, und das wär derzeit die einzige alternative dazu. im nächsten leben bitte die kommunikations-höchstbedarf-funktion deaktivieren!

liebe kristin, DICH ruf ich im fall der fälle einfach an. wenn ich dich nich hätte, wär ich sicher schon ein paarmal amok gelaufen. inzwischen bist du fast wie autogenes training für mich: ich brauche nur daran zu denken dass ich dich anrufen KANN und dann isses meist gar nich mehr so schlimm. irre, oder?

ich drück euch!

Michaela hat gesagt…

An ein völlig anonymes Blog habe ich auch schon öfter gedacht, bzw. sogar mal eines begonnen.
Allerdings dann doch nicht mehr weitergeführt, weil ich auch für mich die Entscheidung getroffen habe, dass ich entweder was öffentlich poste oder es eben lasse. Und wenn ich es nicht poste, dann muss ich entweder selbst damit fertig werden oder mir gezielt jemanden suchen, der mir jetzt grade weiterhelfen kann.
Schwieriges Thema...
Lass Dich nicht unterkriegen!

Liebe Grüße,
Michaela

Astrid hat gesagt…

Ich stelle gerade fest, dass mich geschützte Blogeinträge nerven!